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Eine Person hält eine Infusion in der Hand.

Remission schwerer Formen von Long COVID nach Infusionen mit monoklonalen Antikörpern

tl;dr – too long, didn't read

In der Studie "Remission schwerer Formen von Long COVID nach Infusionen mit monoklonalen Antikörpern" wurden drei mittelalte, zuvor gesunde Personen mit schwerem Long COVID behandelt. Sie erhielten eine Infusion des Casirivimab/Imdevimab-Cocktails, woraufhin eine vollständige Remission der Symptome innerhalb einer Woche erreicht wurde. Diese Ergebnisse weisen auf das Potenzial monoklonaler Antikörper als Behandlungsoption für Long COVID hin und betonen die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Bestätigung ihrer Wirksamkeit und Sicherheit.

Einleitung

Die Studie “Remission schwerer Formen von Long COVID nach Infusionen mit monoklonalen Antikörpern: Bericht über Signalindexfälle und Aufruf zu gezielter Forschung” untersuchte die Wirkung von monoklonalen Antikörpern (MCA) auf Patient*innen mit schwerem Long COVID.

Methodik

Die Studie präsentierte Fallberichte von drei mittelalten, zuvor gesunden Personen, die nach einer SARS-CoV-2-Infektion an Long COVID litten. Diese Personen erhielten eine Infusion des Casirivimab/Imdevimab-Cocktails und wurden bezüglich ihrer Symptome vor und nach der Behandlung befragt und beobachtet.

Ergebnisse

Unabhängig von Alter, Geschlecht, medizinischer Vorgeschichte, Impfstatus oder Krankheitsdauer erlebten alle drei Patient*innen eine vollständige Remission ihrer anhaltenden, beeinträchtigenden Symptome innerhalb einer Woche nach der MCA-Infusion. Die Remission hielt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung über zwei Jahre an.

Diskussion

Diese Fälle bieten signifikante klinische Hinweise darauf, dass MCA-Infusionen Long COVID in bestimmten Fällen, insbesondere bei schwerer Beeinträchtigung, behandeln könnten. Die Ergebnisse geben auch Aufschluss über mögliche Mechanismen zur Behandlung anderer postviraler chronischer Zustände. Vier theoretische Wege wurden vorgeschlagen, durch die MCA-Infusionen diese Remissionen bewirkt haben könnten, einschließlich direkter Angriffe auf persistierende SARS-CoV-2-Partikel und die Verdrängung dysfunktionaler Antikörper.

Schlussfolgerungen

Die Studie schlägt vor, dass klinische Untersuchungen mit monoklonalen Antikörpern bei Long COVID-Patient*innen durchgeführt werden sollten. Angesichts der Millionen von Menschen, die weltweit von Long COVID betroffen sind, ist die Dringlichkeit solcher Studien hoch.

Bedeutung für die medizinische Praxis und zukünftige Forschung

Diese Studie unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung und klinischer Tests, um die Wirksamkeit und Sicherheit von MCA-Behandlungen bei Long COVID zu bestimmen. Sie öffnet auch Türen für das Verständnis und die Behandlung anderer postviraler Erkrankungen und bietet neue Hoffnung für diejenigen, die an den langfristigen Folgen von COVID-19 leiden.